... Meer gab es dann letztes Wochenende in Algarrobo. Ich und einige Freunde waren dahin eingeladen von einen sehr guten Freund hier, Jorge Gonzales, der zum einen sogar teilweise deutsch ist (seine Großmutter ist Deutsch und er hat tatsächlich unglaublich grüne Augen!) und zum anderen Segler ist und sogar für Chile schon bei den Olympischen Spielen teilgenommen hat (und ich glaube so etwas wie siebenter geworden ist, soweit ich mich erinnere...).Seine Familie hat also in Algarrobo, einem kleinen aber feinen Ort am Meer, ein Haus und dahin machten wir uns mit vier Pärchen und zwei "Individuen" auf, um das Wochenende zu genießen und hatten dann am Abend auch ein schönes Barbecue, wie könnte es anders sein, und so nach und nach kamen dann später auch noch weitere Freunde, ich weiß allerdings nicht woher, und wir mit guter Musik wurde es dann auch weiterhin ganz lustig.

Überwältigend wurde es dann allerdings am Morgen, denn wir waren den Tag vorher im Dunklen angekommen und der Blick aufs Meer am Tage war dann wundervoll und auch der Meerduft erinnerte mich so ein bisschen an mein Zuhause ;)...
Überwältigend war dann auch der Geschirrberg, den ich alleine mit einer Freundin niederkämpfte. Man glaubt es kaum aber um die 15 Leute können doch tatsächlich an die 100 Gläser benutzen - ist das nicht Magie? Naja, wir hatten dann auch einges zu tun, denn Ketchup, Mayo und Avocado kommen ganz gut, wenn sie eine Nacht rumstehen :) - und die Männer hatten sich natürlich wie gewohnt verzogen, wenns um sowas geht!
Naja, Jorge und sein Cousin waren seit dem frühen Morgen wieder segeln und wir machten und nach dem Reinemachen dann auf, um den Yachthafen in Augenschein zu nehmen, den wir dann allerdings nicht betreten durften, weil wir keine Erlaubnis hatten und so liefen wir etwas am Strand herum und machten uns dann auf, etwas in die Mägen zu bekommen - Empanadas!!!!
Weil ich etwas Weißes anhatte musste ich natürlich auf sofort draufkleckern - war zwar die Erste aber nicht die Einzige :) - und dann hieß es zurück zum Haus. Ich entschied mich für Mittagsschlaf (kommen da etwa die Gene durch???), während die anderen zu tun hatten den Autoschlüssel eines der Jungen zu suchen, der wohl immer alles verliert...Als Jorge (gesprochen Horche, mit gerolltem r bitte...) und sein Cousin dann zurückwaren hieß es endlich "Yachthafen, wir kommen!"
Es war dann ach ziemlich eindrucksvoll, denn nicht nur, dass Jorges Familie das schnellste Segelboot Chiles gehört (ironischerweise "Speedy Gonzales" genannt, denn wer
aufgepasst hat: Gonzales ist der Nachname der Familie), nein sie haben auch noch mehrere kleine zum Üben und weitere riesige, die ausschließlich für den Luxus gedacht sind und mit denen man locker alle Ozeane bereisen könnte. Bei denen braucht man dann auch nur Knöpfe drücken, um zu erreichen, was man will, wobei man im Gegensatz bei dem Rennsegelboot, der "Speedy", natürlich alles selber machen muss und
bei der Reparaturen, wenn sie denn nötig sind, in die Hunderttausende gehen können... ihr könnt euch als vorstellen, wies mir ging.Haben dann noch, nette kleine Randgeschichte, einen Pinguin "getroffen", und dann war auch schon Zeit wieder nach Santiago zurückzukehren.
Der Autoschlüssel wurde natürlich nicht gefunden, denn wenn man was Wichtiges verliert, dann auch ordentlich, nicht wahr? Und so war das Auto vollbepackt aber die Stimmung wenigstens gut und ich hatte ein weiteres tolles Wochenende, das ich nie vergessen werde.
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