Thursday, February 15, 2007

Alle guten Dinge sind zwei...

Mein zweiter Sturm auf Mendoza erfolgte nur kurze Zeit nach dem ersten - der einzige kleine Unterschied: diesmal ließ man mich durch!!!
Zufall? Nettigkeit? Versehen?
NEIN, denn diesmal hatte ich etwas, was ich vorher nicht hatte: eine Bescheinigung.
Und zwar hatte ich ja am Ende des letzten Blogs erwähnt, dass wir, nachdem wir an jenem Freitag bei einem Kommissar der Internationalen Polizei waren, dass jener uns ein Termin bei einer Anwältin der Ausländeramtes verschafft hatte. Dort waren wir am Montag dann auch pünktlich um neun Uhr da, wie geplant, und trotz wir zwei Stunden warten und einige Treppen rauf und wieder runter laufen mussten, hielt ich doch am Ende ein Dokument mit Siegel, Unterschrift und Stempel in Händen, dass es mir erlauben sollte, das Land innerhalb der nächsten zehn Tage zu verlassen und damit mein lange verlorenes Visum wieder zu erlangen.
Danach fuhren wir gleich zum nächsten Busschalter, um die nächste Fahrt nach Menoza zu buchen, was sich als Dienstag Nacht (13.2., 22.30) herausstellte. Ich sollte dann den Tag in Mendoza verbringen und in der Nacht (23.00) zurück nach Santiago fahren.
So war es dann auch, als wir nach drei Stunden Fahrt zum Grenzposten gelangt waren , erwartete uns erst einmal eine immense Schlange von Busen, und das um drei Uhr nachts!!!
Das Ende vom Lied (naja, irgendwie ist es ja eher wieder ein Anfang...) ist, dass sie mich wirklich duchgelassen haben und ich schlussendlich wieder legal in Chile bleiben darf *grinsbisüberbeideohren* - eenndddllliiiccchh...
Naja, nach also weiteren drei Stunden Fahrt/ Halbschlaf, kamen wir dann in Mendoza an - das war so gegen sechs Uhr früh, dunkel, viele Männer, Lisa allein... Angst...
Aber ich habe die zwei Stunden bis zur Helligkeit einfach warten dort verbracht, wo man mich ausgekippt hat und hab mich dann zu Fuß ins Zentrum begeben, dort erstmal Geld getauscht (verwirrt, zu viele Währungen in meinem Kopf, Mathenull - mach das Sinn?) und dann bin ich einen Kaffee trinken gegangen, um die Zeit zu überbrücken, bis alle Geschäfte aufmachten und den Rest des Tages verbrachte ich dann die einzige "große" Straße unendliche Male auf und ab rennend, nach Schnäppchen schauend (denn Argentinien muss man ausnutzen, weil es noch billiger ist als Chile, noch dazu kam der SSV). So taten mir die Füße nach sechs Stunden auch so ziemlich weh, sodass ich dann ertsmal Mittag aß, dort noch ein bisschen blieb und dann weiter wollte, nur das alle Geschäfte geschlossen waren - bis um fünf! Mein Gott haben die Arbeitszeiten - von neun bis eins und dann von fünf bis neun!!!!!!!!!!!
Naja, weil ich nicht wusste, was ich solange machen sollte, legte ich mich im Park auf eine Bank und eh ichs mich versah, war ich auch schon eingeschlafen!!! Ja, sone Bustour schlaucht...
Ab fünf war ich dann nur noch auf Geschenkejagd und als ich damit fertig war, setzte ich mich in ein Café und beobachtete Leute, einfach um die Zeit hinter mich zu bringen und meine zerschunden Füße etwas zu schonen. Ich sag euch, acht Stunden Bus (d.h. 16 hin und zurück) und den ganzen Tag laufen, ich fühl mich immer noch als hätte ich Holzbeine.
Nach weiteren zwei Stunden des Wartens und dann wieder acht Stunden Fahrt, kam ich also wirklich endlich wieder in Santiago an und war um sieben in meinem Bett und hab erst mal bis drei Uhr durchgepennt - mit dem Ergebnis, dass ich immer noch müde bin.
Außerdem war es ziemlich langweilig alleine und auch nicht sooooo schön, wie mir alle gesagt haben, ne Stadt halt. Naja, und weil ich alleine war, wars auch n ziemlich langer Tag.
Doch jetzt hab ich endlich wieder ein Visa und das lässt es vergessen.
Cheers

1 comment:

Anonymous said...

Hallo Lisa!
Wir freuen uns, dass du nun endlich das Visum in Händen hälst.
Schön, dass wir durch dein Tagebuch
immer erfahren können, wie es dir
in Chile so ergeht.
Ganz liebe Grüße aus Deutschland von den 4 Büschen

(Mit dem 4. Busch meinen wir natürlich Fine)