Wednesday, August 30, 2006

"Meine (erste) Hochzeit"

Tja, wie der Titel schon sagt, war das nächste Wochenende bereits wieder etwas sehr spezielles für mich. Und zwar wurde ich für den Samstag von Matias zu einer Hochzeit seines Cousins eingeladen. Das mehr oder weniger große Problem bestand darin, dass ich aufgrund der Gepäckbeschränkungen auf 20 Kilogramm nur Wintersachen und das Allernötigste mithatte, mir aber gesagt wurde, es sei formell. Tja, trotz mehrer nettgemeinter Angebote von Maria de la Luz, Hui, Claudia und sogar Matias (jaja), entschied ich mich letztendlich für ein eigenes Kleid, denn so oder so - Schuhe brauchte ich auf jeden Fall, denn die Chilenen (vor allem die chilenischen Frauen) sind relativ klein (mal abgesehen von meinen Riesenfüßen) und ich somit ein Riese in Lilliput.
Tja, da hieß es nun der angeblichen Lieblingsbeschäftigung der Frauen frönen und - SHOPPEN. Nur dass das aufgrund von unglücklichen Umständen innerhalb von zwei Stunden an einem Ort geschehen musste. Nun, ich hatte Glück und so war ich innerhalb kürzester Zeit Besitzerin eines echt chilenischen Hochzeitsoutfits - nur das mir das ziemlich seltsam vorkam: ein kurzes schwarzes Kleid, und mehr nicht. Ich denke, so wäre man in Deutschland nicht zu einer Hochzeit gegangen, aber ich ließ mich eines Besseren belehren und traf auch tatsächlich auf Gleichgesinnte. Traurigerweise kamen wir zu der eigentlichen Trauungszeremonie zu spät, und waren auch nicht zum Dinner (zu viele Cousins!) eingeladen, sodass Matias aufgrund einer Äußerung von mir, ich würde trotz meiner Abneigung gegen Fisch gerne mal Sushi probieren, mich zu Sushi einlud und - naja, hier kann ichs ja sagen - BÄH! Okay, ich hab mir des guten Willens wegen mehrere Stücke (die zudem auch noch unproportional groß für meinen Mund waren) reingewürgt, nett gelächelt und dann wars auch schon vorbei -puh. Ich hab ihm allerdings die Wahrheit gesagt und das konnte er ja nicht auf sich sitzen lassen und so fuhren wir im Anschluss zu seinem Freund Jorge bei dem wir - wer möchte es glauben - ein Barbecue hatten.
Naja, gegen zwölf, ein Uhr fuhren wir dann zu der Anschlussfeier, wo ich denn auch endlich die (sich) frisch Getrauten zu Gesicht bekam. Außerdem kam ich nun das erste Mal in den Genuss lateinamerikanischer Musik (gespickt mit einige guten Oldies), zu der die Leute abgingen, wie ich weiß nicht was.
Zu Hause war ich gegen halb sechs, sechs mit einigen Blasen an den dreckigen Füßen, erschöpft, aber fast gar nicht müde.

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