Tja, bis zum Ende war nicht klar, was wir Weihnachten machen wollten. Sicher war nur, dass ich das Ereignis im Kreis meiner hiesigen Freunde verbringen wollte. Seit einiger Zeit hieß es da "Auf in den Norden" zwei Bungalows am Strand mieten. Dann sollte das aber ziemlich teuer werden und wir suchten Alternativen und da bot sich Jorge Gonzales (der mit den Segelbooten) an, der das ganze Jahr durch professionell Partys veranstaltet und damit Geld einnimmt, und jetzt zum Jahresende das im etwas größeren Stil machen wollte, dass wie ihm helfen sollten und dabei selbst noch Geld dafür bekommen sollten. War mir auch Recht, tja, nur als ich dann am Donnerstag in Santiago ankam, wurde mir gesagt, dass diese Party vom Intendanten Santiagos gekanzelt wurde. So standen wir wieder ohne alles da und letzten Endes fuhren wir Freitag gegen neun Uhr abends nach Maitencillo, anderthalb Stunden von Santiago entfernt und ziemlich nahe vom Campo "meiner Familie" in El Melón.
Dort bezogen wir Heim, machten uns schnell Burger und fuhren eine halbe Stunde zu einem Freund, dessen Eltern in der Nähe ein unglaubliches Haus über drei Etagen, direkt am Felsrand gebaut mit einzigartigem Blick aufs Meer, besitzen.
Dort feierten wir ein bisschen, fuhren danach nach Zapallar, dem nächstgelegen Ort, der wohl auch, so wurde mir von vielen bestätigt, der schönste bzw. exklusivste Chiles mit unbeschreiblichem Strand ist und blieben dort noch eine Weile.
Die nächsten Tage tat sich nichts vor zwölf Uhr mittags. Leider war sowohl der Samstag als auch der Sonntag bewölkt, kühl und windig und die Nächte umso kälter. An beiden Tagen veranstaltenten wir in dem Bungalow am Strand (beide lagen ungefähr fünf Minuten auseinander) BBQs zu denen weitere Freunde kamen.
Am Samstag Mittag fuhren wir zu viert in einen anderen Ort, um dort Empanadas zu essen, worauf ich verzichtete. Dafür ließ ich mir, das zweite Mal in meinem Leben (erinnert ihr euch?) einen Zopf in meine Haare pflechten, den ich jetzt mit Stolz trage - naja und wie ich halt schon beschrieben habe, zu Ohrringe zu einem Euro konnte ich auch nicht nein sagen.
Und am Sonntag fuhren wir zu dem Haus eines weiteren Freundes, um dort "Paddle" zu spielen. Ein Spiel, das von den Argentiniern erfunden wurde, man zu viert spielt und eine Mischung aus Tennis und Squash ist. Danach warfen wir uns noch fix in den Pool, tranken Tee im Haus des Freundes und um 12 abends (wieden zu Hause im Bungalow mit allen Freunden und einem deftigen BBQ) gingen wir alle raus an den Strand und beobachteten wir die Feuerwerke, der benachbarten Orte Zapallar und Cachagua, die unglaublich waren.
Was mich wunderte war, dass keiner selbst Raketen steigen ließ oder Ähnliches, bis mir erklärt wurde, dass das seit einigen Unfällen verboten sei, was mir logisch erschien und für Deutschland wohl auch nicht schlecht wäre...
Montag gabs dann wieder, diesmal mit dem ganzen Pack (insgesamt 14), Empanadas, sodass ich mich entschloss, den ersten schönen Tag zu nutzen mich an den Stradn zu hauen, während die anderen sich losmachten.
Wurde dann später wieder abgeholt und wir fuhren abends nach Hause, was nicht so einfach war, denn aufgrund eines ausgebrannten Buses (was n Bild!!!), war ein solcher Stau entstanden, dass wir statt der anderthalb Stunden knappe zweieinhalb, oder ich weiß nicht mehr wie viele Stunden, brauchten und ich gegen halb zwölf zu Hause in Santiago war.
Den nächsten Tag wurde ich von Renato jr. nach Rancagua mitgenommen, der geschäftlich in Santiago war und außerdem die drei Mädels von María de la Luz für eine Woche zu ihren Cousinen mitnahm, sodass Renato jetzt (mit mir und seiner Frau Isabel) Herr über neun Mädels ist ;) - der Arme...
(PS: Photos folgen, hab leider keine eigenen gemacht und warte nun auf die der netter Freunde :))
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