Tuesday, August 29, 2006

ANGEKOMMEN!


Bereits an meinem zweiten Tag sollte ich dann meine zukünftigen Freunde kennenlernen. Ich war zum Mittag bei Renato und Maria de la Luz sen. eingeladen. Doch vorher sollte ich mit Renato auf Santiagos hauseigenen Berg San Cristobal die Aussicht auf die Stadt, ähm... nein eigentlich war es mehr der Smog, genießen, der denn war nicht zu übersehen und man konnte nur Andeutungen auf die eigentliche Metropole genießen.
Ja, danach gings wie gesagt zum Mittag in Renatos Appartement und dort traf ich dann auf Domingo, Claudia und Matias. So, und damit ihr mal seht wie mir es hier geht, eine Erklärung zu den Familienverhältnissen: also Renato sen. hat neben seiner Tochter Maria de la Luz (es ist hier so üblich die ältesten Kindern nach den Eltern zu benennen und so kommt es denn auch vor, dass man drei oder vier gleichnamige Generationenen antrifft), bei der ich ja jetzt erstmal wohne, noch einen Sohn (Reanto!) und eine weitere Tochter namens Anita. Jene ist verheiratet mit Ivan, der wiederum noch eine Schwester (Virginia, heute auch eine meiner Freundinnen) und drei Brüder hat, von denen einer Domingo ist. Tja Claudia ist seine Freundin und Matias "nur" ein Freund, der ihm später noch helfen sollte und ihn deswegen begleitete. Die drei lernte ich also vor, während und nach dem Essen kennen und wurde dann von Domingo und Matias nach DownTown geführt, wo sie mir die wichtigsten Plätze und Gebäude zeigten. Ich erfuhr, dass Domingo in zwei Wochen für acht Monate nach Australien gehen sollte und, dass er bereits schon einmal für drei Monate dort war (das mit Australien ist hier echt üblich, kenne kaum einen, der das nicht schon hinter sich hat, und trotzdem ist deren Englisch oft begrenzt, aber dennoch verständlich).
Am Mittwoch traf ich dann auf Renatos Sohn Renato und seine Frau Isabel und hatte ein tolles Mittag mit ihnen. Ich sollte sie denn auch bald wiedersehen, denn ihre älteste Tochter Isabel hatte das Wochenende Geburtstag und wir fuhren eine Stunde nach Rancagua, wo sie leben, mit zehn Leuten in einem Auto, und ja, glaubt mir, das war gar nicht so einfach. Erst nachdem ich die Kinder mit einem Kartenspiel abgelenkt hatte, normaliesierte sich die Situation. Allerdings wiederholte sich das Ganze auf der Rückfahrt umso extremer, da nun die jüngeren Kinder schon müde und quengelig wurden. Doch wir überstanden auch diese Situation...

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