Monday, September 11, 2006

Die andere Seite der Familie...

Tja, nachdem ich dann nur drei Stunden geschlafen hatte, hieß es auch schon wieder aufstehen und den Rest der Familie treffen, denn es war der Geburtstag von Patos Papa - ebenfalls Pato (Patricio) genannt. Und so machte sich die ganze Familie mal wieder auf in (für mich) unbekannte Gefilde - d.h. 40 Autominuten entfernt von Santiago in deren "campo" (Farm). Ich traf dort Patos drei Brüder José Ignacio, Sebastian (den ich schon getroffen hatte) und Matias und natürlich deren Frauen, Kinder und weitere Verwandte. Es war mal wieder so ein typisch chilenisches Familienfest, denn ich denke es handelte sich im Großen und Ganzen um ungefähr 30 Leute - puh. Und das, wo ich doch bereits jetzt schon nicht mehr all die Namen und Gesichter behalte, die ich treffe!
Nach einem weiteren leckeren Barbecue, hieß es dann Kerzen auspusten für Pato senior. Ich war natürlich etwas müde, aber doch sehr viel weniger als ich erwartet hätte. Ich unterhielt mich auch, soweit es denn gng, mit Patos Brüder und bemerkte ziemlich schnell, dass sie von dem gleichen Schlag waren - einfach nur lustig. Das einzige Hindernis war die Sprache, denn sie waren kaum des Englischen mächtig, sowie ich kaum des Spanischen und so schlugen wir uns mit dem allzu beliebten Mix aus Gesten und Sprachen durch, den ich hier nun schon einige Male erlebt und quasi erfunden habe :)
Während des fortgeschrittenen Abends machte ich dann auch noch eine etwas gruselige Erfahrung - die Begegnung mit einer Spinne, aber nicht irgendeine Spinne - so groß wie meine Hand und haariger als so manche chilenische Brust hier. Sie sah einer Tarantel oder gar Vogelspinne zum Verwechseln (vielleicht auch nur für mich) ähnlich, doch mir wurde gesagt sie sei ungefählich und sogar ungiftig, ich sollte mehr Angst vor kleinen Spinnen haben.
Erst als es dann so gegen acht Uhr schlug, machte sich meine Familie auf, um nach Hause zurück zu kehren und da hieß es auch für mich Abschiednehmen von einer Familie, die ich so schnell nicht vergessen werde, weil ich ungewöhnlich (selbst für chilenischen Standart) herzlich von allen aufgenommen wurde. Dafür bin ich umso dankbarer...

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