Wednesday, March 07, 2007

Auto und Kuh

Den nächsten Tag sollte es eigentlich nach Vina del Mar und Valparaiso gehen, doch erstens war für den Tag Regen angesagt und dann sollte in Vina auch das jährliche spektakuläre Festival stattfinden, wozu immer eine ziemlich hohe Zahl an Besuchern erwartet wird. Von daher beschlossen Renato und ich die beiden Touris zu einem speziellen Artesaníamarkt (also Handwerksmarkt) zu bringen, wo ich auch noch nie gewesen war - Los Dominicos. Außerdem wollten wir den Nachmittag das gemietete Auto abholen, was auch noch so eine Geschichte für sich ist.
Aber erst mal zu Los Dominicos. Es war tatsächlich relativ kühl an dem Tag, doch das störte uns in dem Fall nicht. Im Gegenteil, mir verhalf es nach kurzer Zeit zu einem 1A Poncho aus Alpacawolle und damit und weiteren kleinen Schätzen gerüstet, machten wir uns auf den Rückweg als meine Eltern in ein Kuhfell liefen und sich in ihre dicken Köpfe setzten, das doch mit zu nehmen. Das einzige Problem war, dass schwarzweiß war und es nicht in unser braunes Wohnzimmer passen würde. So beschlossen wir es erst mal dort zu lassen und nach einem braunen Ausschau zu halten oder es eventuell später abzuholen. Und diese sprichwörtlich dumme Kuh sollte uns die ganzen Ferien begleiten. Was wir damals aber noch nicht wussten war, dass wir uns dann in Pucón für das schwarze Fell entschieden würden, des Kontraste wegen, und uns nur das noch mehr Probleme bringen würde, aber dazu später mehr.
Bevor wir dann nach Hause zum Mittagessen fuhren, holten wir noch unser Auto ab. Wie sich zu unserer Überraschung herrausstellte, handelte es sich um einen Jeep mit Ladefläche - naja, ich hatte ihn ja nicht ausgesucht, also gab es auch kein Meckern.
Doch noch größere Überraschung kam aber noch, als ich mit Papa in unserem Auto Renato und Muttiin seinem Auto nach Hause folgte und wir auf die Stadtautobahn fuhren, fing ab 80 km/h das Lenkrad ungeheuer an zu wackeln, was natürlich so nicht sein darf und so riefen wir, d.h. Renato, gleich dort an, dass sie uns gefälligerweise das Auto tauschen sollen, denn so könne man ja keine 8oo km fahren. Das taten sie auch ohne Widerrede, sodass wir uns dachten, dass sie es wohl erstmal mit dem schlechten Auto bei den "dummen Touris" probieren wollten. Naja, dem war dann aber nicht so und so tauschten sie anstandslos unser Schrotti gegen einen wesentlich besseren - Glück gehabt :)
Am Nachmittag erkundeten wir die Vitacura noch ein bisschen und ich nahm Mutti mit zu ihrem ersten Haarewachsen. Außerdem besuchten wir eine besondere Bäckerei, namens "Rostock", was meine Eltern ja soooo toll fanden, und die wir dann aber auch in Pucón finden sollten.

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