Nach einem typisch chilenischen Mittagessen in gemeinsamer Runde - als Aperitivo Empanadas, dann mit Hühnchen gefüllte Avocado (Palta Reina) und Salat und als Nachtisch getrocknete und dann in Wasser wieder aufgeweichter Pfirsiche mit Weizen (Mote con Huesillos) - und den völlig überwältigten Eltern an meiner Seite, wurde der Nachmittag geplant: Santiagos Hausberg San Cristóbal mit der Seilbahn (wie an meinem ersten Tag) und danach zu María de la Luz und deren Familie.Alles lief denn auch soweit glatt. Die Ellis stöhnten in der ungewohnten Hitze und so manch einer verlor so einige Schweißtropfen in der nicht allzu sicheren Seilbahn - Papas beliebtester Spruch während
unserem gesamten Urlaub "Also das wäre in Deutschland gar nicht zulässig" - ja so kennen und lieben wir ihn... Ich glaub Papa würde in keinem anderen Land als Alemania überleben, aber mitmachen tut er trotzdem tapfer.Naja, danach dann endlich zu der lange unbekannten, oft beschriebenen Cousine - María de la Luz. Zischende kleine Blitze, die sich als Kinder entpuppen, kleine Jungen, die einen an der Hand ziehen, um mit einem im Trampolin zu springen, wo sich dann nach fünf Sekunden weitere fünf tummeln (gibts da irgendwo ein Nest?), kleine Kommunikationsprobleme, Lisa auf die Probe gestellt und doch lieber mit Händen geredet, strahlende
Gesichter, Babybauch und Mango Sour, stille Beobachter und was mögen wohl die Nachbar denken, kleine Häppchen und große Kinder, die sie rumreichen, Schüchternheit und vorzeitige, selbstgemachte Geburtstagsgeschenke, Überraschung und 11 Pesos (ca. 0,15 €), Hitze, Hausführung und Überwältigung - das waren insofern die Eindrücke, die man hätte gewinnen können, wenn man denn dagewesen wäre.Danach gings dann zurück zum Haus, wo erzählt, übersetzt und gespielt wurde - ja, die Spielhölle schloss sich für die nächsten 14 Tage nicht einmal.
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