Wir machten also die längere, schönere Tour und befuhren dabei so manch eigentlich unbefahrbare Straße, mit Gegenverkehr trotz einer Spur, Bullen auf der Straße und und und...
Doch sahen wir dabei auch die Schönheit der Natur um uns herum, den Voulkan noch einmal, den wir unter so großen Mühen gemeistert hatten und vor allem die unglaublichen Seen.
Wir kamen dann am späten Nachmittag in Valdivia an und mussten uns erst m
Und während dieses Nachmittags erhielt ich von Renato sr. einen Anruf, dass das Baby von María de la Luz gegen Mittag geboren und ein Mädchen namens Catalina sei. Wir freuten uns natürlich riesig.
Ein bisschen gelangweilt von der Stadt und hungrig befolgten wir sodann meinen Tipp, der zuerst nur zögernd
Auch das war ein voller Erfolg, gefüllt bis obenhin angelten wir uns demzufolge auch oben einen Platz, mit super Atmosphäre und viel Bier und stießen auch direkt damit auf Catalina an.
Zum Essen gabs für Mutti und mich jeweils eine halbe Ente (die aber nach mehr aussah als im Endeffekt dran war) mit Kartoffeln, Kastanien und Apfelmuss und Papa hatte sich, wie fast den ganzen Urlaub über, Lachs bestellt, mit Pommes Frites und
Wir nutzen den Geschenkeladen für ein weiteres Geschenk für den kommenden Tag, wo wir von Freunden von mir auf deren Weinfarm eingeladen waren - dafür auch die Gewürzholzuhr.
Dann machten wir uns auf den Weg ins Hotel, spielten noch ne Runde Karten und machten uns dann in die Heia.

Den nächsten Morgen tranken wir fix und früh Kaffee und aßen ein bisschen und machten uns dann Holterdipolter auf den Rückweg in Richtung Santiago, wo wir aber 100 km vor Ankunft in der selben anhielten, um die Einladung auf die Weinfarm und meiner Freunde anzunehmen. Ich verfuhr mich erst ein bisschen, d.h. ich fuhr eigentlich nur ein Stück vorbei, aber letztendlich fanden wir es und so konnten wir nach ein bisschen Eingewöhnung und Rundführung ein nettes Abendbrot mit den Hauseigentümern genießen, die sich nebenbei auch sehr über unsere Geschenke freuten.
Den nächsten Morgen erhielten wir noch einen ausführlicheren Rundgang vom Besitzer selbst, der uns seine Museen mit Fossilien und Antiquitäten zeigte, als auch die eigentliche
Weinproduktion, Fässer, Weintrauben und was man halt so braucht, Als weiteren Vertriebszweig verkauft er auch Oliven und deren Öl und auch da wurden wir eingeführt. Nach einem kleinen Frühstück durften wir dann noch ein wenig Wein verkosten und meine Eltern staubten glatt zwei Flaschen seines besten Weines als Geschenk ab, bevor wir uns dann wirklich auf den Weg nach Santiago machten.Nachdem wir dort angekommen und Mittag gegessen hatten, stand als erstes natürlich der Besuch des kleinen neuen Erdenbürgers auf dem Programm und so machten wir uns auf in die Klinik mit einem ganzen Beutel voller Geschenke, die die Mutti von jetzt sieben Kinder fast aus dem Bett warfen.
Die Kleine selbst war wohl nicht so angetan, denn sie schlief - wie langweilig ;)
Naja, ganz süße Geräusche machte sie auch ab und zu und wirklich Stillliegen war auch nicht ihr Ding, aber das lag wahrscheinlich daran, dass meine Mutti ihre Augen geschweige denn ihre Hände von ihr lassen konnte - zuppelte hier ein bisschen, richtete da ein bisschen, zog dort ein Söckchen an (das sie sich eh sofort wieder auszog), bedeckte da eine kleine Schulter... meine Güte, es war schon nicht mehr zu übersehen und so wurden sowohl Mutti als auch Papa noch ein bissc
hen aufgezogen.Nachdem Mutti sich da also ausgetobt, wir uns lange unterhalten und dort auf Luz, die von der Arbeit kam, gewartet hatten, machten wir uns auf zum nächsten Tages- bzw. Abendpunkt: das Kennenlernen der dritten und jüngsten Tochter Renatos und Luz, die zur Zeit meines Geburtstages (wo sich ja alle kennen gelernt hätten) im Süden mit ihrem Mann Ivan Urlaub machte. Wir waren dort für den Abend eingeladen und folgten natürlich willig.
Papa und Ivan verstanden sich von Anfang an super, obwohl sie sich eigentlich kaum verständigen konnten, denn weder Ivan ist ein großer Beherrscher der englischen Sprache, noch ist mein Papa einer. Aber wie er ja immer so schön sagte, wenn man sich verstehen will, dann klappt das auch, und so war es.
Es gab leckere Häppchen und später auch Fleisch und Würstchen, sodass wir alle irgendwann genudelt waren. Die Kinder waren artig und süß und alle vertrugen sich prächtig.
Für den nächsten Tag war eigentlich (endlich) Vina del Mar und Valparaiso geplant, doch
mal wieder wurde nix daraus (zum dritten Mal?). Renato hatte einen Anruf von Pato (dem Mann von María de la Luz) bekommen, der bereits am ersten Tag Papa einen Flug über Santiago versprochen hatte, dass das für diesen Freitag geplant sei - der Arbeitskollege von Pato hätte das Flugzeug fertig und sich gefreut Pato, Renato und meinem Papa das bieten zu können, ja, so nett sind die Chilenen hier, selbst zu Fremden...Und so stand das für gegen ein, zwei Uhr auf dem Tagesplan, sodass wir den Vormittag hatten, das Kuhfell, über das es ja bereits so viele Spekulationen gegeben hatte, mitzunehmen oder auch nicht. Wir hatten so gut wie ganz Pucón und die umliegende Region abgeklappter und gefragt, auf der Suche nach einem braunen Fell, weil das ja besser zu unserem holzenem Wohnzimmer passen würde (das, was es damals da gab war ja nur schwarz...). Nun gut mittlerweile hatten wi
r uns so an die schwarze Idee gewöhnt, als Kontrast zu dem ganzen Braun, dass wir es sogar wesentlich besser fanden als die braune Kuh. Wir also dahin, relativ fest entschlossen das Vieh mitzunehmen, aber das Vieh war nicht da. Nicht einmal der Besitzer des Viehs - der Laden war zu. Doch zum Glück machte der Nachbar gerade auf und bemerkte unser Dilemma und wollte seinem Kollegen auch gerne helfen. So schloss er zuerst den Laden
auf und suchte nach dem Fell und als er es nicht fand (Verkauft!!!), rief er den Inhaber an und meinte zu uns, dass er eins zum Abend hin auftreiben könnte. Etwas mehr erleichter, gab ich ihm meine Handynummer, sodass er mich anrufen könne.Wir machten uns indessen auf zum Mittag, nach einem kurzen Abstecher in ein Shoppingcenter, und die beiden Männer sich auf zum Fliegen (das große Haus auf dem Bild ist übrigens das Haus, wo ich gerade wohne, vielleicht seht ihr mich ja winken). Mutti und ich nutzten den Weibernachmittag zum quatschen, Spazierengehen, Kaffee trinken und Haare wachsen gehen :)
Dort erhielt ich auch den Anruf vom Kuhfellmann, der mir sagt ab sieben Uhr könnten wir das BRAUNE Tier abholen, wobei wir ja mittlerweile total auf schwarz eingeschosse
n waren, naja, was sollte es...Wir machten uns auf den Rückweg, um mit Renato das Auto wieder abzugeben und fuhren dann das braune Ungeheuer besichtigen. Es war groß, steiß und - ja, richtig, braun.
Doch dennoch entschieden sich die beiden letztendlich es mitzunemen, auf wenn sie bis zum letzten Tag nicht wsst
Und dann wollte Papa auch noch in so einem groben Lederladen mit seiner Visa bezahlen, ich musste mir echt das Lachen verkneifen. Naja, wir kratzen dann alle noch das Geld zusammen und schon hatten wir ein neues Familienmitglied: Mathilda.
Für den nächsten Tag war ein weiteres Familientreffen mit Renato jr. und seiner Familie sowie Anita und Ivan in Rancagua angesagt. Von dort sollten wir zum Campo fahren, dort übernachten und am nächsten Tag endlich Chiles Küste mit seinen exklusiven Badorten erleben dürfen: Papudo, Zapallar, Cachagua, Maitencillo, Concón, Vina del Mar und Valparaiso....
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